Ausgewählter Beitrag

Die Welt durch seine Augen gesehen...


Das haben wir ausgiebig in den letzten Wochen getan und gestaunt was unser Nikuma alles versteht und wie er die Welt um ihn herum lieben gelernt hat.
Es ist erstaunlich was man alles in nur wenigen Wochen, intensiv auf das Tier; also in diesem Fall Nikuma & Co. erleben kann.
Aus unserem traumatisierten Hund, so nannte eine Tiertrainerin ihn, ist ein mutiger Kerl geworden der uns immer wieder täglich neu überrascht. Waren es anfangs klitzekleine Schritte, die sich dann langsam zu Fußstapfen entwickelten so ist es nun wieder ein wundervolles angstfreies Miteinander.
Das kann man kaum in Worten schildern; es ist, als wäre ein Knoten geplatzt. Wir scheinen es geschafft zu haben!  Nikumas Vertrauen, welches er eigentlich bereits aus Kroatien mitgebracht hatte, ist wieder da und eine ganze Menge mehr dazu.
Daran haben wir in den letzten „Schweigewochen“ gearbeitet. Ohne Hundetrainer, ohne Hundeschule und auch ohne die zahlreichen gut gemeinten Ratschläge haben wir versucht die Welt, um unseren Burschen herum, mit seinen Augen zu sehen.
Das nervige Zerren und Angst-bellen an der Leine war ja bereits besser geworden und ist nun ganz verschwunden. Wir können wieder Spaziergänge machen ohne seinen Artgenossen aus dem Weg gehen zu müssen. Das war ein langer und schwieriger Weg, ausgelöst durch eine Fehlentscheidung unserer Seite, welche in einer bösen Beißerei endete.
Danach haben wir unseren Nikuma nicht wieder erkannt. Wir werden darüber noch ausführlicher berichten.
Nikuma liebt sein Zuhause und schaut gerne aus dem Fenster. So haben wir den kleinen Katzenbaum im Schlafzimmer für ihn stabil aufgerüstet damit er die Straße im Blick hat.
Sein Bellen ruft dann meist Herrchen auf den Plan und die beiden führen echte „Männergespräche?“
Dann hört man Herrchen beruhigend reden, da wird erklärt, beruhigend gestreichelt und verstanden, was dann in einem breitflächigen Schlabbser von Nikuma schenkend endet.
Da ist soviel Vertrauen und Zuneigung zu spüren. Man muss es erlebt haben und oft kommen mir die Tränen. Ich bin überzeugt, dass man die Welt mit den Augen seines Tieres sehen muss, um es zu verstehen. Bei unseren beiden Katzen, ja sogar auch bei den Wellis ist es genau so!
Jedenfalls können wir uns nun wieder auf gemeinsame friedliche Spaziergänge freuen, angstfrei und entspannt einfach miteinander laufen und doch immer auf der Hut sein, wenn uns ein knurrender Vierbeiner begegnet.




SilviaundWolfgang 22.01.2018, 18.59

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Klaerchen

Tiere verstehen uns und besonders Hunde beobachten jeden Wimpernschlag bei uns.
Spüren Ängste, Traurigkeit und lernen was wir fordern von ihnen. Geduld gehört zur Hundeerziehung dazu. Ein Hund der die Freiheit hatte, braucht Zeit um seine neue Umwelt kennenzulernen. Seine Erlebnisse wird er nie vergessen und mit Situationen verknüpfen die ähnlich sind.
Viel Freude mit Eurem Nikuma, Klärchen

vom 03.02.2018, 19.56
1. von Carol

Ich merke gerade bei TIa auch wie ewig es dauert eine Verhaltensänderung zu bewirken. Da gehört wirklich sehr viel Ausdauer und Einfühlungsvermögen dazu. Super, dass ihr das geschafft habt. Weiterhin ganz viel Freude mit eurem Großen !
Herzlichst ...

Carol

vom 22.01.2018, 19.48
Antwort von SilviaundWolfgang:

Ja liebe Carol wir haben das vor wenigen Minuten gelesen und können uns so gut in Deine Lage versetzen. Diese Ohnmacht und diese Selbstzweifel  tun richtig weh, zermürben und man stellt sich selbst samt Fähigkeiten in Frage. Nikuma hat uns auch auf eine harte Probe gestellt. Es hat sich gelohnt durchzuhalten aber es war  nicht leicht.
Ganz liebe Grüße zu Dir , Eurer Tia und natürlich auch an Rainer von uns hier allen. Wir lesen uns und das tut richtig gut. 

Zufallsspruch:
Die Zeit ist nicht selten ein Engel für den Menschen.

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